Lyrik

Mehr Meer

mehr meer illu

Ich trage die Stille ans Meer
und erfahre ein Quantum Trost,
stelle meine innere Uhr nach den Gezeiten
und freue mich zwei Mal am Tag über mehr Raum
und freue mich zwei Mal am Tag über mehr Meer.
Suche meine innere Mitte, visiere sie an
und schlage ein Hole-in-one.
Die Möwen schreien,
ich schweige zurück,
beobachte die Wanderung der Dünen und frage mich,
warum es Pinguine eigentlich immer so eilig haben.
Vermutlich kalte Füße.
Ich stecke meine Füße in den Sand und den Kopf in den Wind,
vergrabe die Hände in den Taschen und lausche dem Rauschen, das kein Lärm ist, sondern einfach nur Rauschen, beruhigend und wahrhaft berauschend und ziehe Konsequenzen aus dieser Ruhe.
Einfach mal die Kirche im Dorf lassen, da steht sie gut,
denkt sich der Stadtmensch.
Den Stein aus dem Schwert ziehen, fünf Geraden krumm sein lassen, das Gras vom Nachbarn mit grünem Edding anmalen und drinnen nur Kännchen verlangen.
Gelassenheit erreicht man, wenn man alles hinter sich gelassen hat.
Hinter mir verweht der Wind meine Spuren im Sand und vor mir treibt der Sturm die dunkle Flut vor sich her. Meine Spuren sind fort, aber das macht nichts, solange ich weiß welchen Weg ich kam und dass ich ihn gegangen bin.
Nur wer frei ist, ist frei
die Arme auszubreiten und sich auf den Weg zu machen. Die letzte Welle zu erwarten und auf ihr ins Dunkel zu reiten.

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