Lieblingslied der Woche

Lieblingslied der Woche: King 810 – Fat around the heart

„Hey, wir sind die härtesten, wir kommen aus einer Stadt, da wirste schon erschossen, wenn du beim Zähneputzen dein Spiegelbild schief anguckst.“ King 810 gehen mit ihrer Herkunft ziemlich offensiv hausieren. Nicht Damaskus, nicht Mexiko city oder Neu-Kölln. Sondern Flint. In Michigan. USA. Klingt jetzt nicht unbedingt nach Krisengebiet. Allerdings ist Flint ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn eine Stadt von Industrie und Staat verlassen wird. Die Stadt leidet unter Massenarbeitslosigkeit und fast 40% der Immobilien stehen leer und werden bisweilen, damit sich da keine Junkies einnisten von den Nachbarn abgefackelt. Eine funktionierende Polizei gibt es nicht und die Kriminalitätsrate ist überschaubarer, wenn man einfach erfasst, wer noch nichts angestellt hat. King 810-Fronter David Gunn hatte selbst schon das zweifelhafte Vergnügen bei einem Überfall über den Haufen geschossen zu werden.

Ist das Image der Band a lá Gangsterrapper also Attitüde oder tatsächliche Lebensweise? Jein. Keine Ahnung. Steckt man nicht drin.

Aber auf jeden Fall dringt aus jeder Pore der Mischung aus Amen, Mindset und frühen Korn das kleine bisschen mehr Angepisstheit, die sie authentisch wirken lässt. Und mit „Fat around the heart“ hat man auch nicht unbedingt den zugänglichsten Song als Auskopplung gewählt. Aber gerade das gefällt mir.

„Fat around the heart“ anschauen:

King-810-Fat-Around-the-Heart

 

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