Communication breakdown/Jungsmusik

Road to STRASSENKÖTER #01: Aller Anfang ist das Ende

IMG_3952Onkel Micha nimmt euch beim Patschehändchen und erzählt euch, wie es ist, ein Buch zu schreiben. Das Buch heißt STRASSENKÖTER, erscheint im November 2015 und ist der Abschluss der JUNGSMUSIK-Trilogie.

Nun geht es also zu Ende.

Seit etwa sechs Jahren begleitet mich das Projekt JUNGSMUSIK nun schon. Neben den beiden Romanen JUNGSMUSIK und HÖLLENGLÖCKEN gab es da die „Black metal-Tagebücher“ und den Metalfrosch, Lesungen und Auftritte auf Festivals und die Kolumne im LEGACY. Ein richtiges kleines schwermetallisches Universum ist entstanden. Und jetzt schreibe ich den letzten Teil.

Die Arbeiten am 2.Teil hatten sich wie Kaugummi gezogen. Da waren einerseits die Zweifel, ob eine Fortsetzung überhaupt Sinn ergibt (auch wenn die von vorneherein geplant war, aber dazu demnächst mehr) und natürlich die große Sorge vor dem Mittelteil: in einer Trilogie ist dies meist der schwächste und unbeliebsteste. Und weil HÖLLENGLÖCKEN so eine schwere Geburt war, hatte ich mir vorgenommen, diesmal etwas zeitiger loszulegen, damit STRASSENKÖTER wie geplant am 1.11.2015 erscheinen kann. Das hat nicht geklappt. Weil es schon früher losging. Nur zwei Tage, aber immerhin.

Wenn man einen Autoren fragt, was das schwerste beim Schreiben eines Romans ist, lautet die klassische und leicht klischeebehaftete Antwort: „Der Anfang ist das Schlimmste. Dieses leere Blatt, das einen anstarrt.“ Mal abgesehen davon, dass es heutzutage der höhnisch blinkende Cursor ist, der den Autoren zum Wahnsinn treiben kann ist diese Aussage meistens richtig.

Die ersten Sätze sind meistens deshalb so schwer in die Tastatur zu hämmern, weil sie einerseits für den Autoren über den Tonfall des Buches entscheiden und für den Leser, ob er nun das Buch interessant findet und im Idealfall kauft.

Das Problem hatte ich diesmal nicht. Ausnahmsweise. Ohne das ich einen Gedanken an STRASSENKÖTER verschwendet hätte, schoß mir mitten in der Nacht eine Idee in den Kopf, die sowohl sehr gut in meine bisherige Planung passen würde als auch mich und hoffentlich dann auch euch Lesefrösche überrascht. Sie stellt Torbens Welt massiv auf den Kopf, allerdings nicht (ganz) so rabiat wie in HÖLLENGLÖCKEN.

Meine Art zu schreiben ist deutlich spontaner als die generalstabsmäßige Arbeitsweise einiger Kollegen, die sich vorher komplizierte Verlaufsnotizen zurechtbasteln und Charakterbögen ausarbeiten, die jeden A D & D-Spieler vor Neid erblassen lassen würden. Inzwischen gibt es sogar eine flockige Anzahl Programme und Tools, die einem das Romanschreiben dahingehend erleichtern sollen. Ich habe zwar vorher auch einen groben Plan, was im Verlauf des Buches passiert, aber eben nur sehr grob. Den Rest erledigen die Charaktere während ich schreibe. Meine Notizen zu STRASSENKÖTER passen auf eine Din A4-Seite. Das birgt natürlich die Gefahr Logikfehler reinzusemmeln, aber bisher konnte ich das recht gut vermeiden. Der Vorteil an dieser Arbeitsweise ist, dass ich mich selbst überraschen, ja beinahe überrumpeln kann. Nicht selten denke ich mir „Wow, was war das?“ So auch bei der so wichtigen ersten Seite, beim Prolog zu STRASSENKÖTER. Da dachte ich mir nur „Huiuiui“ und musste dann eine schwere Entscheidung treffen, wie ich die Trilogie enden lassen soll.

Ich freue mich omsig auf die Arbeit am Roman und hoffe, meine Leser werden Torben, Lucy, Lemmy und all die anderen auch auf ihrem letzten Abschnitt ihrer Reise begleiten. Hier im Blog werde ich euch in den nächsten Wochen und Monaten Einblicke in die Arbeit und die Hintergründe zur Trilogie geben.

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