Lyrik

Schwingenkrebs

Und unter dem gläsernen Ächzen berstender Schwingen,

höre ich das Seufzen des Volkes,

unterschwelliger dröhnender Singsang,

deprimierend in seiner Mutlosigkeit,

vom Untergang singen sie und wie schlecht es um sie steht.

Sie beachten die herab taumelnden Federn nicht,

hören nicht auf den Schrei des Phönix.

Wie schlecht es uns geht,

singen sie

und hören nichts.

Und als ihnen das Fleisch vor die Füße fällt,

hernieder kracht und inmitten der Einkaufszone zerbirst

und mit Flehen in den Augen krepiert,

da reden sie von Engeln

und sehen nicht,

das der Wiedergeburt die Flügel verfault sind.

Ich nehme sie mit mir nach Hause,

begrabe sie im Garten meines Nachbarn

und trinke ein Bier auf ihr Wohl.

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